Wie die Zeit doch vergeht!

5 Jul 2018

Ich kann es kaum glauben, dass mein letzter persönlicher Blogbeitrag aus dem Januar stammt, aber irgendwie ging nach der Reha alles Schlag auf Schlag. Die letzten fünfeinhalb Monate kurz zusammengefasst:

 

Wie ich ja bereits in einem meiner letzten Posts angekündigt hatte, ging es am 6. Februar zur Reha in die Schmiederklinik Heidelberg. Voller Elan bin ich dort angekommen, um dann im ersten Moment doch schon wieder relativ schnell ausgebremst zu werden… Der erste Eindruck: es ist eben doch eine Klinik und kein Hotel und die Zimmer Krankenhaus pur. „Naja, sei es drum – schließlich bin ich ja nicht zum Urlaub hier!“ dachte ich mir und nahm mir vor, das Beste daraus zu machen. Das erste Arztgespräch verlief sehr positiv und ich schöpfte neue Hoffnung, körperlich viel aus der Reha herausholen zu können. Leider lief die Geschichte mit den Therapien sehr zögerlich an und die ersten eineinhalb Wochen waren viele Gespräche und viel Nach Bohren vonnöten, um mir eine für meine Bedürfnisse zugeschnittene Anzahl an Therapien zu erkämpfen. An dieser Stelle muss jedoch eindeutig erwähnt werden, dass sich alle beteiligten Personen wie Ärztinnen, Psychologin und Therapeuten sehr gut für mich eingesetzt haben. Das Thema Physiotherapie blieb jedoch für meine Begriffe zu sehr im Hintergrund, obwohl die Anwendungen an sich qualitativ hochwertig waren. Der zeitliche Rahmen hielt sich allerdings leider in Grenzen.

In Sachen Rückkehr ins Berufsleben tat sich dafür umso mehr: Meine sehr engagierte Berufstherapeutin konnte einen guten Kontakt zur Rentenversicherung herstellen, weshalb die Wiedereingliederung im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme der Rentenversicherung laufen kann. So blieb mir der Gang über die Agentur für Arbeit erspart und ich bekomme sozusagen alles aus einer Hand.

Am 6. März kehrte ich also nach vier Wochen wieder nach Hause und konnte am 12. März die Arbeit an meinem Homeoffice-Platz für zwei Stunden täglich wieder aufnehmen. Die zwei Stunden verflogen natürlich in Windeseile und es stellte nach einem Monat kein Problem für mich dar, um eine weitere Stunde auf drei zu erhöhen. So habe ich jetzt seither monatlich jeweils um eine weitere Stunde erhöht, sodass ich Mitte dieses Monats bei sechs Stunden täglich ankommen werde.

Mir tut es sehr gut wieder am Arbeitsleben teilnehmen zu können und unterstütze nun meine Kollegen von zu Hause aus, wie auch immer ich organisatorisch oder schriftlich unter die Arme greifen kann. Die Unterstützung meines Arbeitgebers und aller Beteiligten ist weiterhin ungebrochen stark! Es laufen viele Dinge im Hintergrund über die ich natürlich zu gegebener Zeit auch wieder berichten werde. Allgemein hoffe ich, in naher Zukunft wieder mehr im Blog schreiben zu können, aber die Arbeit und andere Verpflichtungen lassen nun doch nicht mehr so viel Zeit zu.

Körperlich geht es weiterhin aufwärts, auch wenn alles mit vielen Qualen verbunden ist: je mehr zurückkommt, desto mehr Schmerzen sind auch zu spüren, was ja in meinem Fall durchaus positiv zu werten ist. Solange sich diesbezüglich Verbesserungen zeigen, bin ich auch weiterhin zuversichtlich!

 

 

 

 

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