Ein Lebenszeichen - dieses Mal mit Standbild...

23 Sep 2017

Liebe Freunde und Leser unserer Seite,

nach knapp 4 Monaten Sendepause – oder nennen wir es einfach Sommerloch – wird es Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben und es ist mir ein großes Anliegen dies zu tun, denn es gibt weiterhin so viele Menschen, die an meine Familie und mich denken. In so einem Schadensfall hat man natürlich auch Sorgen und Ängste in Vergessenheit zu geraten – aber eben nicht mit euch: ihr seid die besten Freunde, Bekannten, Kollegen oder einfach nur Interessierte, die man sich vorstellen kann.

Doch nun von vorne: Warum habe ich eigentlich so lange nichts mehr von mir hören lassen, wo doch weiterhin eure Aktionen laufen und Gedanken, Briefe, Zuwendungen, Geburtstagssammlungen, Geschenke, Besuche bei uns ankommen? Man mag es kaum glauben, aber es liegt wohl hauptsächlich am Zeitmangel! In der 1. Zeit war alles noch sehr mühsam und anstrengend und der Alltag war sehr schwer zu bewältigen. Natürlich war das für die ganze Familie eine riesengroße Umstellung und es dauerte eine Weile, bis alle Abläufe saßen. Inzwischen sind wir ein sehr gut eingespieltes Team und alle Familienmitglieder helfen tatkräftig mit, wo sie können. Der 2. große Zeitfaktor ist einfach das Training! Ich würde mir ein Leben lang Vorwürfe machen, wenn ich nicht jeden Tag alles geben würde! Manchmal ist es zwar ganz schön hart, aber es scheint sich auch auszubezahlen. Dazu jedoch weiter unten etwas mehr. Zu den eigenen Trainingseinheiten gesellen sich noch Physio- und Ergotherapien und natürlich die Myoreflextherapie von Martin Kleixner. Die 3. Art meine Zeit zu verbringen sind die weiterhin zahlreichen Besuche, die jedes Mal aufs Neue guttun. Gibt es etwas Schöneres als persönliche Gespräche zu führen? Diese sind natürlich im Kreise der Familie auch sehr wichtig und werden von mir auch genossen. Die lange Trennung von meinen Lieben war noch das schlimmste in dem ganzen Schlamassel.

Bestimmt interessiert sich der oder die eine oder andere auch für meinen Genesungszustand!?! Was soll ich hier berichten? Weiterhin bin ich auf jegliche Hilfe angewiesen. Das Kribbeln und die dazugehörigen Auswirkungen plagen mich weiterhin, aber andererseits gibt es sehr vieles, was sich seit Dezember letzten Jahres, als noch die größten Teile meines Körpers bewegungs- und empfindungslos waren, deutlich verbessert hat. Das Empfinden von Wärme und Kälte verbessert sich in den geschädigten Regionen zusehends. Die Berührungsempfindlichkeit wird fast täglich besser. Von der Motorik her macht meine Rumpfstabilität zur Zeit Quantensprünge und insgesamt kehrt so allmählich die Körperspannung zurück. Das gibt mir natürlich die Möglichkeit, Stehübungen in meinem fahrbaren Gehbarren zu machen. Wie auf dem Foto zu sehen ist, klappt das ja auch schon recht gut. Leider lassen die Hände noch etwas auf sich warten, aber auch hier sind kleine Verbesserungen zu erkennen.

Wenn ich dann doch mal abends nicht gleich einschlafen kann, was dank meines intensiven Trainings zum Glück sehr selten vorkommt, denke ich oft darüber nach, was ich euch allen, egal in welcher Form auch immer, zu verdanken habe: euer Rückhalt macht mich stark! Macht weiter so und ihr wisst, dass ihr euren Anteil an meinem Fortschritt habt. Herzlichen Dank an alle und für alles, was ihr für uns getan habt.

Viele Grüße, euer Micha

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Aktuelle Einträge

December 24, 2018

April 28, 2018

Please reload

Archiv
Please reload

Schlagwörter
  • Facebook Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • Google+ Social Icon
  • Instagram Social Icon

Weitere Schlüsselwörter: 

starke Solidarität unter Kollegen – eine große Familie hilft – Zusammenhalt der Kollegen bei Daimler – trotz großem Unglück nicht allein – Hilfe für Michael Much