Weihnachten zu Hause

24 Dec 2017

Wie viel es wert ist, an Weihnachten zu Hause zu sein, bemerkt man erst so richtig, wenn es einem einmal verwehrt wurde. Nicht dass ich schon immer die Gesellschaft meiner Familie an den Feiertagen genossen und den Stress für die Vorbereitungen nicht gerne ertragen hätte, aber an Weihnachten 2016 bemerkte ich extrem, wie schlimm es sein kann, gerade an diesen Tagen getrennt von seinen Lieben sein zu müssen. 

 

Es war zwar so, dass alle Familienmitglieder am 24. bis in den Abend hinein bei mir in der Klinik waren, aber als es dann ans verabschieden ging, war ich ganz schön traurig. Das war dann wohl auch der Tiefpunkt meines Genesungsprozesses, obwohl sich durch die wiederkehrenden Funktionen, als auch die sich immer mehr herauskristallisieren Unterstützung – zum Beispiel lief ja auch im Dezember letzten Jahres die Sache mit unserer Homepage an – nur Besserung in allen Bereichen in Aussicht stand.

 

Trotzdem wuchsen mir in dieser finsteren Jahreszeit alle belastenden Gedanken über den Kopf und ich wollte das Weihnachtsfest als Wiedergeburt des Lichts hinter mir lassen, und diesen Zeitpunkt als Wendepunkt ansehen. Gut, es dauerte noch bis zum Jahreswechsel, der mir auch noch sehr schwer fiel, aber danach ging es stetig bergauf, natürlich mit kleinen Höhen und Tiefen.

 

In diesem Jahr kann ich jetzt zum Glück die Feiertage wieder richtig genießen: es fühlt sich fast wie früher an, wenn auch mit kleinen Abstrichen! Celina und Jan haben das mit dem Weihnachtsbaum bravourös erledigt, also das besorgen, das aufstellen und das Setzen der Lichterkette. Kjell und Erik haben beim schmücken schön geholfen. Das Essen wird, wie sowieso die meisten Jahre zuvor, von den Damen des Hauses zubereitet. Die Besorgung der Geschenke war wieder meine Aufgabe und da habe ich mir ja auch zuvor immer gerne die Zeit dazu genommen.

 

Heute ist der große Tag also und es ist schön so wie es ist, auch wenn wir natürlich weiterhin den Blick nach vorne mit dem großen Ziel nicht aus den Augen verlieren!

 

Wie ich bereits vorgestern geschrieben hatte, sind jetzt alle Weichen gestellt, dass ich bald wieder von Zuhause aus arbeiten kann. Das ist natürlich neben dem familiären ein sehr wichtiger Baustein für eine sichere Zukunft. Das war selbstredend eines der größten Geschenke für mich zu Weihnachten.

 

Weiterhin erfreuen wir uns weiterhin an den vielen Besuchen, Grüßen, Anrufe, Nachrichten, E-Mails, Briefen, Grußkarten usw., die uns täglich erreichen. Ständig gibt es neue Aktionen zu unseren Gunsten, durch die wir sehr großartig unterstützt werden! Leider reicht oft die Zeit nicht aus, alles zu beantworten und alles auf unserer Homepage zu präsentieren. Mein wichtiges Anliegen ist es jedoch, dass alles noch nachzuholen! Da möchte ich etwas um Geduld bitten!

 

Zum nahenden Abschluss des Jahres möchten wir nun die Gelegenheit nutzen, uns bei allen unterstützenden Kräften zu bedanken:

Begonnen werden soll mit den Pflegekräften, die zu großen Teilen sehr gut zu mir waren und einen harten Job zu erledigen haben – rund um die Uhr, 7 Tage die Woche. Weitergehen soll es mit allen Therapeutinnen und Therapeuten, die sich seit September 2016 perfekt um mich kümmerten. Bis zum heutigen Tag hatte ich ausnahmslos sehr viel Glück, die richtigen Leute zugeteilt bekommen zu haben! Besonders wichtig ist mir zu erwähnen, dass es einen gibt, der mich seit meiner Heimkehr unentgeltlich betreut und bei dem wir in diesen Tagen gedanklich ganz besonders sind! Ein sehr wichtiger Bestandteil des Genesungsprozesses ist unser Heilpraktiker, der als Freund jederzeit für uns ansprechbar ist und immer ein offenes Ohr für uns hat. Vor allem die Ärztinnen und Ärzte, mit denen ich nach den Klinikaufenthalten zu tun habe, zeigen sich immer wieder als kooperativ und sehr gute Unterstützung zum Weiterkommen. Mit unserer Krankenkasse haben wir auch das Glück eine zu haben, die einem keine großen Steine in den Weg legt! Alle Lieferungen über unsere Apotheke verlaufen reibungslos und schnell. Wie ganz deutlich herauszulesen sein dürfte gibt es keine Reibungspunkte, die den Verlauf der Genesung gefährden könnten.

Was die Arbeit anbelangt, hätte ich es natürlich auch nicht besser treffen können: so gute Kolleginnen und Kollegen gibt es vermutlich nicht überall auf der Welt! Sofort wurde gehandelt und agiert und allein das Gefühl, weiterhin einer von ihnen zu sein stärkt so ungemein, dass es einem warm ums Herz wird! Ohne meine Kollegen gäbe es diese Homepage nicht und vermutlich wäre die Unterstützung nicht in diesem Umfang möglich, da die Öffentlichkeit nicht so geschaffen worden wäre. Mein Arbeitgeber und meine Vorgesetzten dürfen natürlich in diesem Kontext nicht vergessen werden – meine berufliche Zukunft ist durch die großartige Unterstützung offensichtlich gesichert. Wichtig in diesem Zusammenhang sind natürlich auch meine Betriebsräte und die Schwerbehindertenvertretung.

Unerwähnt möchte ich natürlich auch nicht die ganzen Vereine, Zeitung, Musikbands, Firmen oder sonstige Verbände lassen, die wirklich auch sehr viel für uns getan haben und tun.

Zum Abschluss komme ich noch zum wichtigsten Bestandteil dieses, ich nenne es einfach mal Wohlfühlprozesses, auch wenn die Übergänge natürlich fließend sind:

Die unzähligen Freundinnen und Freunde, Bekannten, Verwandten, Nachbarinnen und Nachbarn, alte Wegbegleiterinnen und -begleiter, neue Wegbegleiterinnen und -begleiter, Vereinsmitglieder, Kameradinnen und Kameraden oder wie auch immer ihr euch angesprochen fühlt... Es ist so unglaublich, was ihr tagtäglich für uns tut! Jeder Gruß, jede Geste, einfach alles bestärkt uns, auf dem richtigen Weg zu sein!

 

Gemeinsam schaffen wir das! Und dafür wollen wir euch allen danken!

 

Wir wünschen euch besinnliche Weihnachten, eine ruhige Zeit im Kreise eurer Lieben und freuen uns auf unser nächstes Wiedersehen!

 

Eure Familie Much

 

 

 

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